Sehen Sie schwarze Fliegen um Ihre Blumenerde, klebrige Blätter oder kleine weiße Käfer auf Ihrer Zimmerpflanze? Dann leiden Sie wahrscheinlich unter Pflanzenungeziefer. Glücklicherweise können die meisten Schädlinge auf natürliche Weise bekämpft werden. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie verschiedene Arten von Schädlingen erkennen, welche Behandlung am besten wirkt und wie Sie verhindern, dass das Problem erneut auftritt.
Jeder Pflanzenliebhaber wird früher oder später damit konfrontiert. Ihre Pflanze sah letzte Woche noch kerngesund aus, aber plötzlich entdecken Sie verfärbte Blätter, kleine Netze oder mysteriöse Insekten. Das ist frustrierend, aber sicherlich kein Grund, Ihre Pflanze sofort aufzugeben.
Bei Planties glauben wir, dass eine gesunde Pflanze mit dem richtigen Wissen beginnt. Deshalb finden Sie in diesem Leitfaden keine komplizierten Fachbegriffe oder aggressiven Pestizide, sondern praktische Lösungen, die Sie sofort anwenden können. So wissen Sie genau, was zu tun ist, egal ob Sie es mit Trauermücken, Spinnmilben, Thripsen, Blattläusen oder Wollläusen zu tun haben.
Warum bekommen Zimmerpflanzen Schädlinge?
Viele Leute denken, dass Schädlinge entstehen, weil eine Pflanze schlecht gepflegt wird oder weil das Haus nicht sauber genug ist. Das stimmt nicht.
Insekten gelangen auf vielfältige Weise ins Haus. Sie können mit einer neuen Zimmerpflanze eingeschleppt werden, in Blumenerde vorhanden sein oder einfach durch ein offenes Fenster hereinfliegen.
Dennoch sind nicht alle Pflanzen gleichermaßen anfällig. Wie Menschen haben Pflanzen eine bessere Abwehrkraft, wenn sie gesund sind.
Eine Pflanze hat ein höheres Risiko für Schädlinge, wenn:
- sie zu viel oder zu wenig Wasser bekommt;
- die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist;
- sie an einem falschen Ort steht;
- sie durch Stress oder Beschädigung geschwächt ist.
Gesunde Pflanzen sind nicht immun, erholen sich aber oft schneller und sind für viele Schädlingsarten weniger attraktiv.
Tipp: Möchten Sie die Widerstandsfähigkeit Ihrer Zimmerpflanzen verbessern? Dann lesen Sie auch unseren Leitfaden zur Pflege von Zimmerpflanzen.
Erste Hilfe bei Pflanzenungeziefer
Entdecken Sie Käfer an einer Zimmerpflanze? Dann handeln Sie schnell. Viele Schädlinge vermehren sich rasend schnell und verbreiten sich leicht auf andere Pflanzen.
Befolgen Sie daher immer diese vier Schritte.
1. Pflanze isolieren
Stellen Sie die befallene Pflanze sofort von Ihren anderen Zimmerpflanzen weg. So verhindern Sie, dass sich die Insekten weiter ausbreiten.
Haben Sie viele Pflanzen dicht beieinander? Überprüfen Sie dann auch die Pflanzen, die direkt neben der befallenen Pflanze standen.
2. Die ganze Pflanze kontrollieren
Schauen Sie nicht nur auf die Oberseite der Blätter.
Kontrollieren Sie auch:
- die Unterseite des Blattes;
- Blattstiele;
- junge Triebe;
- Stängel;
- die oberste Schicht der Blumenerde.
Gerade dort verstecken sich viele Insekten.
3. Sichtbares Ungeziefer entfernen
Sehen Sie Blattläuse, Wollläuse oder andere Insekten?
Spülen Sie die Pflanze vorsichtig unter einer lauwarmen Dusche ab oder entfernen Sie die Käfer mit einem weichen Tuch oder Wattestäbchen.
Je kleiner die Population, desto einfacher die Bekämpfung.
4. Hände und Werkzeuge waschen
Viele Arten von Pflanzenungeziefer verbreiten sich unbemerkt über Ihre Hände oder Gartenschere.
Reinigen Sie daher immer Ihre Hände und desinfizieren Sie benutzte Werkzeuge, bevor Sie eine andere Pflanze anfassen.
Welches Ungeziefer hat Ihre Zimmerpflanze?
Nicht jedes Insekt verursacht den gleichen Schaden. Wenn Sie die Symptome genau beobachten, wissen Sie meist schnell, mit welchem Schädling Sie es zu tun haben.
| Symptom | |
|---|---|
| Kleine schwarze Fliegen um die Blumenerde | Trauermücken |
| Matte Blätter und feine Netze | Spinnmilben |
| Silberne Streifen und schwarze Punkte | Thripse |
| Gruppen von grünen oder schwarzen Insekten auf jungen Trieben | Blattläuse |
| Weiße Flusen in Blattachseln | Wollläuse |
| Braune harte Knötchen an Stängeln oder Blattadern | Schildläuse oder Schmierläuse |
Wenn Sie wissen, welchen Schädling Sie haben, können Sie gezielt behandeln. Im Folgenden besprechen wir die häufigsten Arten.
Trauermücken bekämpfen
Trauermücken sind kleine schwarze Fliegen, die hauptsächlich um die Blumenerde herumfliegen. Obwohl die erwachsenen Fliegen kaum Schaden anrichten, stellen die Larven ein größeres Problem dar.
Diese leben in feuchter Blumenerde und ernähren sich von organischem Material. Bei einer großen Population können sie auch junge Wurzeln angreifen, wodurch eine Pflanze weniger gut wächst.
So erkennen Sie Trauermücken
Achten Sie auf die folgenden Merkmale:
- kleine schwarze Fliegen, die auffliegen, wenn Sie die Pflanze gießen;
- ständig feuchte Blumenerde;
- langsames Wachstum der Pflanze;
- manchmal gelb verfärbte Blätter.
So bekämpfen Sie Trauermücken
Blumenerde trocknen lassen
Trauermücken legen ihre Eier am liebsten in feuchter Erde ab.
Lassen Sie daher die oberen paar Zentimeter Blumenerde gut trocknen, bevor Sie erneut gießen.
Verwenden Sie gelbe Fangplatten
Erwachsene Trauermücken werden stark von der Farbe Gelb angezogen.
Mit gelben Fangplatten fangen Sie die Fliegen ein, wodurch sie weniger neue Eier legen können.
Nematoden bei hartnäckigem Befall verwenden
Kommen die Fliegen immer wieder zurück?
Dann sind biologische Nematoden oft die effektivste Lösung. Diese mikroskopisch kleinen Organismen suchen die Larven in der Blumenerde auf und eliminieren sie, ohne die Pflanze zu schädigen.
Spinnmilben bekämpfen
Spinnmilben gehören zu den hartnäckigsten Schädlingen bei Zimmerpflanzen. Die Spinnmilben sind mit bloßem Auge kaum sichtbar und verursachen oft schon viel Schaden, bevor man sie entdeckt.
Sie fühlen sich besonders wohl in warmer, trockener Luft. Deshalb treten Spinnmilben in Innenräumen hauptsächlich in den Wintermonaten auf, wenn die Heizung oft an ist.
So erkennen Sie Spinnmilben
Überprüfen Sie diese Anzeichen:
- matte oder gräuliche Blätter;
- kleine gelbe Punkte;
- feine Spinnweben zwischen Blättern und Stängeln;
- austrocknende Blattränder.
Besonders Pflanzen wie Alocasia, Calathea und Strelitzia sind anfällig für Spinnmilben.
So bekämpfen Sie Spinnmilben
Pflanze gründlich abspülen
Eine lauwarme Dusche entfernt direkt einen Großteil der Spinnmilben.
Spülen Sie besonders die Unterseite der Blätter sorgfältig ab.
Luftfeuchtigkeit erhöhen
Spinnmilben mögen trockene Luft.
Durch die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit werden die Bedingungen für neue Milben unattraktiver.
Natürliches Pflanzenspray verwenden
Nach dem Abspülen können Sie die Pflanze mit einem natürlichen Spray auf Basis von grüner Seife behandeln.
Wiederholen Sie die Behandlung alle vier bis fünf Tage, bis Sie keine neuen Spinnmilben mehr sehen.
Thripse bekämpfen
Thripse gehören zu den hartnäckigsten Arten von Pflanzenungeziefer. Das liegt daran, dass die Insekten nicht nur auf der Pflanze leben, sondern auch einen Teil ihres Lebenszyklus in der Blumenerde verbringen.
Dadurch scheint der Befall manchmal verschwunden zu sein, während einige Tage später erneut Insekten auftauchen.
So erkennen Sie Thripse
Thripse verursachen ein sehr charakteristisches Schadbild.
Achten Sie auf:
- silberfarbene Streifen oder Flecken auf Blättern;
- kleine schwarze Punkte (Exkremente);
- deformierte junge Blätter;
- langsam wachsende Pflanzen.
Erwachsene Thripse sind dunkel gefärbt und etwa ein bis zwei Millimeter groß. Die Larven sind hingegen hellgelb und viel schwieriger zu sehen.
So bekämpfen Sie Thripse
- Spülen Sie die gesamte Pflanze mit lauwarmem Wasser ab.
- Behandeln Sie sowohl die Ober- als auch die Unterseite der Blätter.
- Ersetzen Sie die oberste Schicht der Blumenerde.
- Verwenden Sie blaue Fangplatten, um erwachsene Thripse einzufangen.
- Wiederholen Sie die Behandlung mehrmals, um den gesamten Lebenszyklus zu unterbrechen.
Blattläuse bekämpfen
Blattläuse sind eine der bekanntesten Arten von Pflanzenschädlingen. Glücklicherweise gehören sie auch zu den am einfachsten zu bekämpfenden Schädlingen, wenn man sie rechtzeitig entdeckt.
Blattläuse sammeln sich meist an jungen Trieben und neuen Blättern. Dort saugen sie Pflanzensäfte, was das Wachstum verlangsamt und Blätter verformen kann.
Außerdem scheiden sie eine klebrige Flüssigkeit aus, den sogenannten Honigtau. Dieser zieht Staub an und kann schließlich zu schwarzem Rußtau führen.
So erkennen Sie Blattläuse
Blattläuse sind in der Regel leicht zu erkennen an:
- Gruppen von grünen, schwarzen, gelben oder braunen Insekten;
- sich kräuselnden jungen Blättern;
- verformten Wachstumspunkten;
- klebrigen Blättern;
- langsamerem Wachstum.
Sehen Sie klebrige Blätter ohne ersichtlichen Grund? Überprüfen Sie dann immer zuerst die jungen Triebe.
So bekämpfen Sie Blattläuse
Spülen Sie die Pflanze ab
Bei leichtem Befall können Sie viele Blattläuse einfach mit einem kräftigen Strahl lauwarmem Wasser abspülen.
Entfernen Sie stark befallene Teile
Sind ganze Triebe mit Blattläusen bedeckt? Schneiden Sie diese vorsichtig ab, um die Population sofort deutlich zu reduzieren.
Verwenden Sie ein natürliches Pflanzenspray
Behandeln Sie anschließend die gesamte Pflanze mit einem natürlichen Spray. Vergessen Sie dabei nicht die Unterseite der Blätter und die Wachstumspunkte.
Kontrollieren Sie die Pflanze in den kommenden Wochen regelmäßig. Blattläuse vermehren sich schnell, sodass oft mehrere Behandlungen notwendig sind.
Wollläuse, Napfschildläuse und Schildläuse bekämpfen
Diese drei Schädlinge ähneln sich stark und erfordern einen anderen Ansatz als Blattläuse oder Thripse.
Sie schützen sich nämlich mit einer Wachsschicht oder einem harten Schild, wodurch viele Bekämpfungsmittel kaum eindringen.
Wollläuse erkennen
Wollläuse erkennen Sie an kleinen weißen Flusen, die wie Watte aussehen.
Sie verstecken sich oft:
- in Blattachseln;
- zwischen Blattstielen;
- entlang von Blattadern;
- um neue Triebe herum.
Napfschildläuse und Schildläuse erkennen
Napfschildläuse und Schildläuse sehen aus wie kleine braune oder graue Höcker, die fest an der Pflanze haften.
Da sie sich kaum bewegen, werden sie oft fälschlicherweise für einen Teil der Pflanze selbst gehalten.
Achten Sie auf Honigtau
Ähnlich wie Blattläuse produzieren diese Insekten Honigtau.
Klebrige Blätter sind daher oft das erste Signal, dass etwas nicht stimmt.
So bekämpfen Sie Wollläuse, Napfschildläuse und Schildläuse
Entfernen Sie die Insekten manuell
Verwenden Sie ein Wattestäbchen, ein weiches Tuch oder eine alte Zahnbürste, um so viele Insekten wie möglich vorsichtig zu entfernen.
Verwenden Sie Alkohol
Tupfen Sie die Insekten danach vorsichtig mit einem Wattestäbchen mit 70% Isopropylalkohol ab.
Dadurch löst sich die schützende Wachsschicht auf und die Insekten trocknen aus.
Achtung: Testen Sie Alkohol immer zuerst an einem Blatt, bevor Sie die gesamte Pflanze behandeln.
Behandeln Sie die Pflanze erneut
Verwenden Sie anschließend ein natürliches Pflanzenspray und kontrollieren Sie die Pflanze in den Wochen danach regelmäßig.
Gerade bei diesen Schädlingen ist Wiederholung wichtig.
Ein natürliches Pflanzenspray selbst herstellen
Bei einem beginnenden Befall reicht ein natürliches Pflanzenspray oft aus, um die meisten Insekten unter Kontrolle zu bekommen.
Der große Vorteil ist, dass Sie keine aggressiven chemischen Pestizide verwenden müssen.
Rezept
Mischen Sie:
- 1 Liter lauwarmes Wasser;
- 1 Esslöffel flüssige grüne Seife;
- optional: 10 bis 20 ml 70% Isopropylalkohol.
Verwenden Sie lieber kein gewöhnliches Spülmittel. Das kann die natürliche Schutzschicht der Blätter angreifen.
So verwenden Sie das Spray
Sprühen Sie die gesamte Pflanze sorgfältig ein.
Achten Sie besonders auf:
- die Unterseite der Blätter;
- Blattachseln;
- Blattstiele;
- junge Triebe.
Die Insekten müssen tatsächlich getroffen werden. Nur dann wirkt das Spray optimal.
Immer zuerst testen
Manche Pflanzen reagieren empfindlicher als andere.
Testen Sie das Spray daher zuerst an einem Blatt und warten Sie 24 Stunden.
Sehen Sie keine Verfärbungen oder Blattschäden? Dann können Sie den Rest der Pflanze behandeln.
Wie oft behandeln?
Eine Behandlung ist fast nie ausreichend.
Wiederholen Sie die Behandlung alle vier bis fünf Tage, bis Sie mindestens zwei Wochen lang keine neuen Insekten mehr sehen.
Biologische Bekämpfung mit Nematoden
Manchmal ist ein natürliches Spray allein nicht ausreichend.
Besonders bei hartnäckigen Trauermücken oder Thripsen können biologische Nematoden eine Lösung bieten.
Was sind Nematoden?
Nematoden, auch Fadenwürmer genannt, sind mikroskopisch kleine Organismen, die natürlicherweise im Boden leben.
Sie sind für Menschen, Haustiere und Zimmerpflanzen völlig harmlos, aber ein natürlicher Feind verschiedener Schadinsekten.
Wie wirken Nematoden?
Sie mischen die Nematoden mit Wasser und gießen dies über die Blumenerde.
Anschließend suchen sie aktiv nach Larven von beispielsweise Trauermücken oder Thripsen.
Sobald alle Larven verschwunden sind, sterben die Nematoden von selbst ab.
Dadurch bleibt nichts in der Blumenerde zurück.
Wann verwenden Sie Nematoden?
Biologische Bekämpfung ist besonders geeignet, wenn:
- Trauermücken immer wiederkehren;
- Thripse hartnäckig bleiben;
- mehrere Pflanzen gleichzeitig befallen sind;
- Sie lieber keine chemischen Mittel verwenden möchten.
Für einen leichten Befall ist ein natürliches Spray oft ausreichend. Bei größeren Plagen sind Nematoden eine hervorragende Ergänzung.
Häufige Fehler bei der Bekämpfung von Pflanzenschädlingen
Selbst mit den richtigen Mitteln kann eine Behandlung fehlschlagen.
Dies sind die Fehler, die wir am häufigsten sehen.
❌ Nur die sichtbaren Insekten entfernen.
❌ Nach einer Behandlung aufhören.
❌ Die Unterseite der Blätter vergessen.
❌ Befallene Pflanzen sofort wieder zu gesunden Pflanzen stellen.
❌ Zu schnell wieder Pflanzennahrung geben.
❌ Nicht kontrollieren, ob andere Pflanzen ebenfalls befallen sind.
Das Geheimnis einer erfolgreichen Bekämpfung liegt nicht nur im richtigen Mittel, sondern vor allem in Geduld und Wiederholung.
Vorbeugen ist besser als Heilen
Der beste Weg, Pflanzenschädlinge zu bekämpfen? Verhindern, dass sie überhaupt eine Chance bekommen.
Eine Plage kann man nie zu 100% ausschließen, aber mit ein paar einfachen Gewohnheiten verringert man die Wahrscheinlichkeit erheblich.
1. Neue Pflanzen zuerst in Quarantäne stellen
Eine neue Zimmerpflanze kann unbemerkt Eier oder Larven mitbringen.
Stellen Sie neue Pflanzen daher die ersten zwei Wochen getrennt vom Rest Ihrer Sammlung auf. Überprüfen Sie regelmäßig Blätter, Blattachseln und Blumenerde, bevor Sie die Pflanze zu Ihren anderen Zimmerpflanzen stellen.
2. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen wöchentlich
Je früher Sie Schädlinge entdecken, desto einfacher ist die Bekämpfung.
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, beim Gießen kurz nachzusehen:
- die Unterseite der Blätter;
- junge Triebe;
- Blattachseln;
- die oberste Schicht der Blumenerde.
Eine Kontrolle dauert höchstens ein paar Minuten, kann Ihnen aber wochenlange Bekämpfung ersparen.
3. Gießen Sie zum richtigen Zeitpunkt
Viele Schädlinge profitieren von einer Pflanze, die unter Stress steht.
Zu viel Wasser erhöht das Risiko von Trauermücken, während eine zu trockene Umgebung gerade für Spinnmilben attraktiv ist.
Passen Sie Ihre Pflege daher den Bedürfnissen der Pflanze an und lassen Sie die Blumenerde nicht dauerhaft zu nass oder vollständig austrocknen.
4. Halten Sie die Blätter staubfrei
Eine Staubschicht behindert die Photosynthese und erschwert es, beginnende Plagen rechtzeitig zu erkennen.
Wischen Sie große Blätter daher regelmäßig mit einem weichen, feuchten Tuch ab.
Ihre Pflanze sieht nicht nur schöner aus, sondern bleibt auch gesünder.
5. Sorgen Sie für eine starke Pflanze
Gesunde Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Stress und erholen sich schneller nach einem Befall.
Gute Pflege bleibt daher die beste Prävention.
Denken Sie an:
- ausreichend Tageslicht;
- die richtige Menge Wasser;
- geeignete Blumenerde;
- Nahrung während der Wachstumsperiode;
- ausreichende Luftfeuchtigkeit für tropische Arten.
Lesen Sie auch: Zimmerpflanzen pflegen: Der komplette Leitfaden
Wann sollte man eine Pflanze besser wegwerfen?
Manchmal ist eine Pflanze leider nicht mehr zu retten.
Das klingt hart, aber eine stark befallene Pflanze kann eine Infektionsquelle für den Rest Ihrer Sammlung werden.
Erwägen Sie Abschied zu nehmen, wenn:
- mehr als zwei Drittel der Pflanze schwer geschädigt sind;
- der Schädlingsbefall trotz mehrerer Behandlungen immer wieder auftritt;
- die Wachstumspunkte vollständig abgestorben sind;
- mehrere gesunde Pflanzen ebenfalls infiziert werden.
Entsorgen Sie eine stark befallene Pflanze immer in einem verschlossenen Müllsack und verwenden Sie die alte Blumenerde nicht wieder.
Reinigen Sie den Blumentopf danach gründlich, bevor Sie ihn erneut verwenden.
Häufig gestellte Fragen zu Pflanzen-Schädlingen
Wie gelangen Schädlinge auf meine Zimmerpflanzen?
Insekten können auf verschiedene Weisen ins Haus gelangen. Sie reisen auf neuen Pflanzen mit, sind manchmal bereits in der Blumenerde oder fliegen durch ein offenes Fenster herein.
Sind Pflanzenschädlinge gefährlich für Menschen oder Haustiere?
Nein.
Pflanzenschädlinge ernähren sich von Pflanzensäften und stellen keine Gefahr für Menschen, Hunde oder Katzen dar.
Es ist jedoch ratsam, chemische Pflanzenschutzmittel außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufzubewahren.
Warum sind meine Blätter klebrig?
Klebrige Blätter werden meist durch Honigtau verursacht.
Diese zuckerhaltige Flüssigkeit wird von Blattläusen, Wollläusen, Schildläusen und Schmierläusen ausgeschieden.
Überprüfen Sie daher immer die jungen Triebe und Blattachseln, wenn Sie klebrige Blätter entdecken.
Wie oft muss ich eine Pflanze behandeln?
Das hängt vom Schädlingsbefall ab.
In den meisten Fällen ist eine Behandlung nicht ausreichend.
Wiederholen Sie die Behandlung alle vier bis fünf Tage, bis Sie mindestens zwei Wochen lang keine neuen Insekten mehr sehen.
Kann ich mehrere Zimmerpflanzen gleichzeitig behandeln?
Ja.
Tatsächlich ist es ratsam, alle Pflanzen, die eng beieinander standen, gründlich zu überprüfen.
Viele Arten von Pflanzenschädlingen verbreiten sich unbemerkt, bevor man sie entdeckt.
Wirken natürliche Mittel wirklich?
Ja, sofern Sie sie richtig anwenden.
Ein natürliches Pflanzenspray oder eine biologische Schädlingsbekämpfung wirkt besonders gut bei einem beginnenden oder mittelschweren Befall.
Bei starkem Befall erfordert die Bekämpfung mehr Zeit und es sind mehrere Behandlungen notwendig.
Zusammenfassung
Pflanzenschädlinge sind ärgerlich, aber glücklicherweise selten ein Grund, eine Zimmerpflanze sofort aufzugeben.
Durch schnelles Handeln, die richtige Erkennung des Schädlings und die mehrfache Wiederholung einer Behandlung können die meisten Infektionen erfolgreich bekämpft werden.
Die wichtigsten Schritte sind:
- Stellen Sie eine befallene Pflanze sofort separat;
- Bestimmen Sie, mit welchem Schädlingsbefall Sie es zu tun haben;
- Verwenden Sie eine passende natürliche Behandlung;
- Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig;
- Verhindern Sie neue Schädlinge durch gute Pflege.
Mit etwas Geduld erholen sich die meisten Zimmerpflanzen überraschend gut.